Welche Produktionsmittel eignen sich?

Mein Fokus liegt auf der Herstellung professionell wirkender Filme für die verschiedenen Bereiche der Unternehmenskommunikation. Ein häufiger Ansatz - immer mehr auch in Unternehmen - ist, dass vom Equipment ausgegangen wird und weniger vom eigentlich zu erzielenden Endprodukt.

 

Von welchen Produktionsmitteln sprechen wir?

Man kann davon ausgehen, dass jedes Mittel, das zur Herstellung von Filmen eingesetzt wird, auch relevant ist und im Zweifel eine große Rolle spielen kann. Es geht dabei um

 

Personen vor der Kamera

  • Interviewpartner
  • Testimonials
  • Schauspieler
  • ...

Personen hinter der Kamera

  • Kameramann
  • Redakteur
  • Regisseur
  • Produktionsleiter
  • Aufnahmeleiter
  • Make-up Artist
  • Lichttechniker
  • Tontechniker
  • ...

Technische Mittel

  • Kamera
  • Stabilisierung (Stative, Dolly, Slider, Kran...)
  • Mikrofon
  • Licht
  • ...

Räumliche Voraussetzungen

  • Öffentliche Plätze
  • Studio
  • Räume am Unternehmenssitz
  • Green Screen
  • ...

Worin liegt das Spannungsfeld

Es beginnt bei der Idee, der Story und einer zielführenden Umsetzung. Je nach Zielsetzung benötigt man bestimmte Personen, Räume und Produktionsmittel. Hinsichtlich Qualität und Kosten gibt es heute extreme Unterschiede. Es ist sehr schwierig geworden, hier den Überblick zu gewinnen, was sein muss und worauf man verzichten kann.

 

Wie lässt sich dieses Spannungsfeld eingrenzen und auflösen?

 

Der wahre Treiber sind gewünschte Kosteneinsparungen. Es herrscht die - sehr verständliche - Annahme vor, dass moderne Technik - bestehend aus leichtem, günstigen Aufnahmeequipment in Verbindung mit der richtigen App - alle Herausforderungen lösen kann. Aber ist das auch so?

 

Als ich nach der Jahrtausendwende (klingt nach verdammt lang her) mit der Produktion von Filmen begann, war das Medium noch quasi ausschließlich zu hohen Kosten verfügbar. Kameras waren groß und professionell oder klein und amateurhaft. Schnittsysteme teuer oder eben auch amateurhaft. Doch ab 2001 etwa kamen mehr und mehr bezahlbare Kamera- und Schnittsysteme auf den Markt, mit denen man sendefähiges Material produzieren konnte. Die schon legendäre Spiegelreflexkamera Canon 5D wurde stilprägend für einen neuen Look im Unternehmensfilm. Und gleichzeitig Eingangstor für günstige Produktionsmittel denn bestes Bild wurde plötzlich mit einer 2.000 Euro Kamera hergestellt - statt wie bisher mit der guten alten Digi-Beta Schulterkamera auf schwerem Stativ (für das zu tragen man alleine schon einen Assistenten brauchte). 

Klein

  • Nur scheinbar sehr attraktiv
  • Praktisch bei jedermann verfügbar
  • Zubehör nötig für Ton und Licht
  • Nicht 100% kompatibel (Framerate)
  • Optik nicht variierbar
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Akku nicht wechselbar
  • ...

https://de.123rf.com/lizenzfreie-bilder/smartphone_videografie.html?imgtype=0&alttext=1&sti=nsnd53h4zyxoxty0uh|&mediapopup=52193186

Mittel

  • Relativ niedrige Anschaffungskosten
  • Relativ niedrige Leihkosten
  • Wenig Gewicht, mobil
  • Flexible Optik, Akku, Speicher
  • Für online absolut hinreichend
  • Angenehm für Gesprächspartner
  • Flexibel aufrüstbar
  • ...

Layout Bild: https://de.123rf.com/photo_96149390_audio-video-editing-workspace-office-with-mountain-view-photography-and-videography-equipment-.html?term=dslr%2Bvideography&vti=m0pc3locm2lgr1nckh-1-98&

Groß

 

  • Hohes Gewicht
  • Hoher Preis
  • Komplexe Anwendung
  • Profivorbehalt
  • Nicht mal mehr im TV zwingend nötig
  • Für online und UK weitgehend „overdone
  • ...

 

https://previews.123rf.com/images/coolhand1180/coolhand11801704/coolhand1180170400044/76484338-videokameraf%C3%BChrung-arbeitet-mit-seiner-ausr%C3%BCstung.jpg


Auf die Zielsetzung kommt es an

Natürlich kann man mit einem Smartphone kostenlos Filme produzieren (näheres dazu findet Ihr hier). Rüstet man das Smartphone ein wenig auf (Stativ, Gimbal, Ton, Licht ... ) kann man diese Produktionweise vermutlich sogar zu einer echten Tugend erheben und entwickeln. ABER: systembedingt gibt es einige Nachteile, auf die man sich als "Profi" aus guten Gründen nur sehr ungern einlassen möchte. Zusammenfassend gesagt, fehlt es dem verantwortlichen Kameramann schlicht an Einflussnahme und Kontrolle. Beispiele: Objektive können nicht dem Zweck nach ausgewählt werden sondern sind pratkisch vorgegeben. Die Schärfe lässt sich nicht 100%ig fixieren und kontrollieren, so dass man Gefahr läuft unscharfe Bilder zu produzieren. Ähnlich verhält es sich mit der Belichtung. Damit sind schon hinreichend wesentliche Punkte genannt. Hinzu kommt eine sehr kleine Linse und ein kleiner Chip, fixe Speicherkapazität ohne die Möglichkeit den Speicher zu wechseln (z. B. beim iPhone) und die fehlende Möglichkeit den Akku zu wechseln. Würde man all diese Nachteile in den Griff bekommen wollen, stellt sich unweigerlich die Frage wieso man nicht gleich auf geeignete Kameratechnik ausweicht (hier als "mittel" beschrieben). Aber nochmal: ja man kann mit dem Smartphone Filme machen. Allerdings sollte man das nicht an einen Dritten delegieren, der hier ggf. schlechte Erfahrungen gemacht hat, sondern es einfach selbst tun (bis man selbst an die Grenzen stößt und mehr oder weniger frustriert auf auf andere, besser geeignete Technik zurück greift).

 

Und natürlich kann man für jedes kleinere oder mittlere Filmprojekt das große Besteck mit großem Team auffahren. Auch das wird - gerne auch in Unternehmen, die an anderer Stelle das Smartphone "glorifizieren" - gerne gemacht. Ganz nach dem Motto: wenn es schon viel kostet, muss es auch groß und teuer aussehen. In einigen Situationen kommt man an großem Equipment nicht vorbei oder es leistet sehr gute und hilfreiche Dienste (z. B. bei der Aufnahme von Events mit langen Brennweiten vom Stativ). 

 

Für die allermeisten Zwecke gibt es ein mittleres Segment, dass die wesentlichen Vorteile vereint: Sehr gute Bildqualität, Flexibilität, wenig Gewicht, je nach Zweck erweiterbar und kostengünstig.

Auch hier gilt: Du bekommst was Du bestellst

Seminarmodul

Inhalte

  • Die wichtigsten Produktionsmittel, deren Merkmale und Einsatzbereiche kennen und einschätzen lernen
  • Eigenständige Herstellung von Aufnahmen oder Filmen mit Smartphone und Systemkameras

Angebote

  • Grundlagenseminar (2T)
  • Einzelcoaching (4h)


Disclaimer:

Die Inhalte basieren auf meinen Erfahrungen und sind nach bestem Wissen und Gewissen wieder gegeben. Ich erhebe weder Anspruch auf Vollständigkeit noch Richtigkeit. Texte, Hinweise und Links sollen Hilfestellungen bieten, werden aber nicht auf Richtigkeit oder Vollständigkeit überprüft. Zur Sicherheit sollten für jedes Gewerk oder rechtliche Fragen Spezialisten bzw.  Juristen hinzugezogen werden.